elektronischer Drehmomentschlüssel – mit digitaler Anzeige

Digitale oder auch elektronischer Drehmomentschlüssel genannt, sind nicht sehr gängig und gehören daher eher zur Seltenheit. Das liegt einerseits an der Handhabe, dem hohem Preis und an der Langlebigkeit preisgünstiger digitaler Drehmomentschlüssel. Günstige Drehmomentschlüssel bieten meist eine minderwertige Qualität an. Solltest du mehr Qualität benötigen, ist der Preis natürlich um einiges höher. Worauf du vor dem Kauf eines elektronischen Drehmomentschlüssels achten solltest, zeige ich dir  im nachfolgendem Artikel.

Elektronischer Drehmomentschlüssel – Wie funktioniert er?

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Elektronische Drehmomentschlüssel sind äußerst präzise, wie der Mannesmann M18142*. / Foto © Amazon.de

Die Funktionsweise vom elektronischen zum mechanischen Drehmomentschlüssel hin unterscheidet sich stark. Der mechanische Drehmomentschlüssel funktioniert mittels einer integrierten Feder, die gespannt wird. Der digitale Drehmomentschlüssel bedient sich hierzu einer speziellen Druckspule, die entsprechend den Widerstand ändert, je stärker sie belastet wird. Das heißt ganz einfach, dass ein elektronischer Drehmomentschlüssel die Kraft anders misst als der mechanische Drehmomentschlüssel.

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Vorteile eines digitalen Drehmomentschlüssel

Elektronische Drehmomentschlüssel, umgangssprachlich auch oft elektrische Drehmomentschlüssel genannt, sind vom Leistungsspektrum sehr breit aufgestellt. So bieten einige Geräte eine mögliche einstellbare Kraft von 20 bis 200 Nm. Das können die meisten einfachen mechanischen Drehmomentschlüssel nicht.

Digitale Drehmomentschlüssel lassen sich sehr einfach bedienen. So kannst du den mechanischen Drehmomentschlüssel einstellen, indem du den Griff entriegelst und mittels Drehen des Griffs auf einer meist eher ungenau abzulesenden Skala den gewünschten Wert justierst. Bei einem Drehmomentschlüssel mit elektrischer Anzeige hingegen wählst du die Kraft ganz einfach aus, indem du mit Hilfe der zwei Tasten einstellst, wann der elektronische Drehmomentschlüssel auslösen soll. Im Gegensatz zum einfachen Drehmomentschlüssel klickt er auch nicht, wenn er das gewünschte Drehmoment erreicht hat, sondern gibt ein elektrisches Signal über einem eingebautem kleinen Lautsprecher wieder. Ein elektronischer Drehmomentschlüssel ist somit um einiges praktischer als ein mechanischer Drehmomentschlüssel. Ebenso arbeitet dieser sehr genau, was mitunter sehr wichtig sein kann.

Der digitale Drehmomentschlüssel ist gerade wegen der elektronisch verbauten Komponenten und Bauteile um einiges robuster als ein mechanischer Drehmomentschlüssel mit seinen aufwendigen und genau kalibrierten Federn. Ein mechanischer Drehmomentschlüssel sollte als kleiner Tipp immer zurückgestellt werden, was oftmals doch vergessen wird. Beim digitalen Drehmomentschlüssel ist das nicht der Fall.

Nachteile des elektronischen Drehmomentschlüssel

Der elektronische Drehmomentschlüssel kann bei intensiver Nutzung ungenau werden, da die Kontaktstellen und Widerstände sich ebenfalls abnutzen. Gerade bei Dauernutzung deutlich schneller, als die Mechanik eines konventionellen Drehmomentschlüssels. Günstige digitale Drehmomentschlüssel sind darüber hinaus, dem Preis entsprechend, mit einer sehr günstiger Messelektronik ausgestattet. Bei häufiger Nutzung sind diese nicht zu empfehlen. Wenn du den Drehmomentschlüssel beispielsweise nur zweimal im Jahr beim Reifenwechsel benutzt, kannst du unter Umständen auch zu einem elektronischen Drehmomentschlüssel greifen.

Zusätzlich kann der Batteriewechsel beim digitalen Drehmomentschlüssel lästig sein. Vor allem, wenn du den Drehmomentschlüssel etwas länger liegen lässt, ihn bei seltener Nutzung nun aus den Tiefen der Garage oder Werkbank rauskramst, kann die Batterie erstmal leer sein. Sowas würde dir mit einem mechanischen Drehmomentschlüssel dann nicht passieren.

Darauf ist bei einem digitalen Drehmomentschlüssel zu achten:

  • Optimale Größe Drehmomentschlüssel für das Auto: 1/2 Zoll Knarrenkopf
  • Optimale Größe Drehmomentschlüssel für das Fahrrad: 1/4 Zoll Knarrenkopf
  • Optimale Größe Drehmomentschlüssel für das Motorrad: 3/4 Zoll Knarrenkopf
  • Drehmomentbereich sollte von 60 – 150 Nm bei Autos, von 2 – 25 Nm bei Fahrrädern und von 6-25 Nm beim Motorrad gehen
  • Bei größeren Reparaturen am Motorrad sollte eventuell ein zusätzlicher Drehmomentschlüssel im Bereich von 25 bis 240 Nm bedacht werden
  • Zusätzliche Batterie
  • Lagerungsbox* zur sicheren Aufbewahrung

Fazit zum elektronischen Drehmomentschlüssel

Digitale Drehmomentschlüssel sind nicht sehr gefragt. Das liegt oftmals am Nachteil, wenn sie eigentlich zur Dauernutzung dienen. Doch auch als Drehmomentschlüssel für den Reifenwechsel ist er nur bedingt zu gebrauchen, da der elektronische Drehmomentschlüssel unter Umständen entladen sein kann, wenn du ihn nur einige wenige Male im Jahr benutzt.

Wenn du aber einen großen Bereich mit dem Drehmomentschlüssel abbilden möchtest und deinen Drehmomentschlüssel schnell und einfach einstellen möchtest, kannst du zu einem elektronischen Drehmomentschlüssel greifen, der hochwertiger und teurer ist. Hauptgrund für die Anschaffung eines digitalen Drehmomentschlüssel sollte aber die hohe Genauigkeit sein. Günstige Geräte taugen nur bedingt und haben eine kurze Lebensdauer.

Stöbere doch auch in unseren anderen Bereich, um noch mehr zum Thema Drehmomentschlüssel zu erfahren. Beispielsweise im mechanischen Drehmomentschlüssel Vergleich, wenn du nach einer Alternative suchst.

 

 

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